Museen

Angeödete Kinder, die hinter kulturbegeisterten Eltern hinterher schlurfen – mit einem Museum verbinden viele eine wahre Flut von Information zu langweiligen Themen in antiquiert anmutenden Räumen. Dabei können Museen auch Spaß machen. Ob im kleinen aber feinen Oelsnitzer Drogeriemuseum, in dem gleich der passende selbst hergestellte Schnaps verkostet werden kann, das kleinste DDR-Museum des Vogtlandes oder der Museenkomplex auf Schloß Voigtsberg: hier kann mit Begeisterung entdeckt, erforscht und erlebt werden.

Das Drogeriemuseum

An der Unteren Kirchstraße, meist als Kirchberg bezeichnet, befindet sich ein Oelsnitzer Geschäft mit langer Tradition, die Löwen-Drogerie. Die unlängst sanierte Fassade trägt neben dem Geschäftsnamen noch den Namen des langjährigen Inhabers Adolf Zschernig (1886 bis 1959). Der aus Dresden stammende Drogist führte den Laden zusammen mit seiner Frau Hedwig, geborene Keylich (1890 bis 1969), von 1912 bis 1954.

Die Tradition der Löwen-Drogerie reicht noch weiter zurück, zu den Drogisten C. Illing, Emil Bergemann und Otto Panzer. 1922 zog Zschernig mit der Drogerie von der Eger-/Hauptstraße um in das Haus Untere Kirchstraße 5, das er von Albin Michael (Kolonialwarenhandlung) gekauft hatte. Wie Zschernig, über Jahrzehnte den Oelsnitzern vertraut, war sein Nachfolger Günther Drechsel. Der heute 88-Jährige war von 1954 bis 1989 Drogist mit Leib und Seele. Von ihm übernahm der damals 24-jährige Michael Schilbach noch als Kommissionär der Handels-Organisation das Traditionsgeschäft. 

Drogeriemuseum
Drogeriemuseum

Dass weder Adolf Zschernig noch Günther Drechsel sich von dem vielen, was den Drogistenberuf ausmachte, getrennt haben, sondern alles aufhoben, war für Michael Schilbach der Grundstock für ein ganz besonderes Museum, das er in den vergangenen zwölf Jahren Stück für Stück aufgebaut hat. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, in die sich der Besucher begibt,  wenn Michael Schilbach die Tür, die vom Ladengeschäft in das Drogeriemuseum führt, öffnet. Auf gut 25 Quadratmetern gibt er einen Einblick in eine Drogerie am Beginn des 20. Jahrhunderts. Da steht nicht nur die 3,40 Meter lange massige Theke, sondern auch ein Regal mit Dosen und Gläsern, Salben und Flaschen oft geheimnisvollen Inhalts. Werbetafeln, Tüten, Packpapier, die alte Kasse – alles ist behutsam, stimmig und planvoll zusammengestellt und nicht einfach angehäuft, weil es eben alt ist. Einstimmen auf den Besuch im Museum (zu den Öffnungszeiten der Drogerie und nach Absprache) kann sich der Gast im Internet unter www.drogeriemuseum.de.

Kontakt

Löwen-Drogerie & Museum
Untere Kirchstr. 5
08606 Oelsnitz/Vogtl.

(03 74 21) 2 22 35
E-Mail senden
www.drogeriemuseum.de

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